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* on "The Virgo Supercluster Suite"
"The beauty of this project, in part, comes from the fact the music is composed by members of the group. It's written especially for the individuals playing it, and that spirit of collaboration is ever present in the music.
Hazel Leach and Christina Fuchs have contributed exciting and creative new music full of intricacy and beauty and it is presented by stellar players. This very special group deserves wide recognition."
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Ingrid Jensen (Trompete, Flügelhorn).geboren in North Vancouver, Kanada, stammt aus einer musikalischen Familie. Sie studierte an den Universitäten von Malaspina und Berklee und ging dann nach New York. Nach einer Europatour mit dem Vienna Art Orchestra wurde sie die jüngste Professorin am österreichischen Bruckner Konservatorium. Zurück in New York spielte sie mit Diva (eine andere Frauen Bigband!), Dr. John, den GRP All-Stars, Maria Schneider und einer Menge anderer Leute.. |
A silent room, somewhere out in the nowhere,
no light and no illusion of time,
there's a diffuse clearness around
like someone playing silent sounds,
some shadows painting landscapes on walls,
you wonder what happens behind these shadows,
dancing inside this silent room
somewhere, out in the nowhere there is no light, but
nothing can harm you, gravity's holding you
in the milky way nice and sweet, feeling home in the silent room.
... Das Big-Band-Format benötigt kein exotisches Instrumentarium, man muss nur etwas Geduld und Fantasie haben. Wie weiland Duke Ellington erzeugen Fuchs und Leach Klangfarben, die man nur schwer in Einzelinstrumente aufschlüsseln kann, und wie dieser schreiben sie für die unterschiedlichen Solistenpersönlichkeiten des UWO und man dankt es ihnen stets mit inspirierten Soli. Fuchs/Leach wählen Rhythmen, die vordergründig relaxt dahinswingen oder -grooven, die aber in sich höchst diffizil sind. Sie nehmen sich Zeit, entwickeln das Geschehen langsam und ohne brachiales Gestemme. Drei ausgedehnte Kompositionen überschreiten die 10-Minuten-Grenze ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu werden. Wie prägend der Einfluss von Ellington war, zeigt sich in Leachs "Sweet for Evie". Man hat den Ellington-Sound revitalisiert, indem man mit der Sprache des Altmeisters seine eigene Geschichte erzählt.. Über jedes Stück auf "Virgo Supercluster" wäre noch viel zu sagen, aber zuhören ist besser.... Jazz Podium, Thorsten Meyer 6/03
New York hat Maria Schneider, Deutschland hat das United Women's Orchestra. Nach dem bemerkenswerten zweiten Album "The Blue One" schockiert die Truppe die männlichen Jazzkartelle aufs Neue mit grossorchestraler Frauenpower. Die Kompositionen aus der gefühlvollen Feder der beiden Leiterinnen Hazel Leach und Christina Fuchs verweben die schillerndsten Fäden ihres Genres zu einem neuen, eigenständigem Geflecht, in dem harmonische Subtilität à la Gil Evans ebenso aufglitzert wie die kühle Melodik eines Kenny Wheeler und die querdenkerische Experimentierfreudigkeit des frühen Vienna Art Orchestra. Das ganz und gar emanzipierte Ergebnis ist "aufregende, neue Musik, komplex und voller Schönheit", wie Maria Schneider, die Grand Dame des zeitgenössischen Big-Band-Jazz bescheinigt. Wohltuend anders ist nicht nur das Repertoire des UWO, sondern auch die Besetzung: Eine Tuba ersetzt die Bassposaune, und die Stimme von Céline Rudolph ergänzt die Bläsersätze als menschliches Instrument- eine weitere Parallele zu den Vordenkern aus Wien und Kanada. Im Mittelpunkt des Albums stehen zwei stimmungs- und abwechslungsreiche Suiten mit grossen solistischen Leistungen, unter anderen von Gasttrompeterin Ingrid Jensen. Wird das Y-Chromosom überflüssig? Jazzthing Falko von Ameln 4.03
.. Wieder einmal finden sich hier Stücke, die zwar Anleihen an der reichen Tradition der großen Big Bands des vergangenen Jahrhunderts machen, gleichzeitig aber grenzüberschreitend hinsichtlich ihres Formats, ihrer Klangsprache und Vielfalt sind. Hervorragend sind die genau auf den Punkt gespielten Satzphrasen, traumhaft der Swing, atemberaubend die Dynamik und absolut gigantisch die Improvisationen, und zwar jede einzelne. Das fängt schon beim ersten Titel "Shadow & Light" von Christina Fuchs mit einem ziemlich abgedrehten Chorus der Posaunistin Annemarie Roelofs an, das man/frau sich doch ein paar Mal anhören sollte, soviel passiert da. Ganz feinfühlig dann das Klarinettensolo von Meike Goosmann im zweiten Titel "Sweet for Evie", mit Backings von Blech und Horns die so dezent sind, dass der Kühlschrank schmilzt. Aber es geht auch heftig und free zu, wie bei "The Virgo Supercluster Suite" aus der Feder von Christina Fuchs. Eine sechssätzige Suite, die absolut überzeugend die Geburt des Universums als großes Klangwunder beschreibt. Sehr berückend und orchestral ist "Lost One" von Christina Fuchs, wo die Sängerin Céline Rudolph die Klarheit ihrer Stimme voll zum Ausdruck bringen kann. Und hier spielt Ingrid Jensen, die auch auf zwei anderen Titel als Special Guest zu hören ist, ein wunderbares Flügelhornsolo. Es ließen sich noch viele Worte über diese wunderbare Scheibe verlieren, aber besser ist es, sich diese CD sofort zu besorgen und einzutauchen in den Sternennebel. Aber eines muß doch noch gesagt werden: Der Big Band Sound des 21. Jahrhunderts ist UWO! Marion Möhle, Melodiva feb 03 http://www.melodiva.de
Die dritte CD vom UWO ist wahrlich ein Volltreffer! .. Leach ist eine hervorragende Arrangeurin, die auf die reiche Jazzgeschichte zurückgreift ohne jemals in Klischées zu verfallen. Fuchs geht lieber improvisierend ans Werk und ihre originellen Grooves bilden ein gutes Gegengewicht zum swingenden Jazz ihrer Kollegin. Opzij (NL) 2/03 Patricia Werner Leanse
Damen sind im Jazz -anders als in der E-Musik- nach wie vor unterrepräsentiert.
Umso erfreulicher, dass mit dem United Women's Orchestra seit einigen Jahren
eine formidable Big Band existiert, die sich ausschließlich aus Musikerinnen
rekrutiert. .... Hinter ihren männlichen Kollegen, etwa jenen der
WDR Big Band, brauchen sie sich aber keineswegs zu verstecken, wie ihr
sensationelles Album "Virgo Supercluster" beweist. Unter Leitung der in
Amsterdam(!) lebenden Engländerin Hazel Leach und der Kölnerin
Christina Fuchs, von denen auch alle Kompositionen stammen, groovt das
Frauenorchester mit beachtlicher Eleganz und Spielfreude. Da sitzt jeder
Ton, da stehen die um Gaststar Ingrid Jensen verstärkten Trompeten
mit dem Blech wie eine Eins, da glänzen die Holzbläser durch
Geschlossenheit, und die Rhythmusgruppe swingt ebenso druckvoll wie mit
federnder Leichtigkeit. Souverän loten die beiden Bandleaderinnen
den Klangreichtum des Ensembles aus und arrangieren immer wieder stille
Zweigespräche gegen wuchtige Tutti. Ob bei dem von traditionellen
sardischen Gesängen inspirierten "Cerasarda" oder bei der vielschichtigen
"Virgo Supercluster Suite", es stimmt einfach alles. Und der WDR-Toningenieur
Bardo Cox zauberte opulenten Wohlklang in audiophiler Transparenz. Die
Prognose sei gewagt: Das United Women's Orchestra dürfte die maskuline
Big-Band-Konkurrenz das Fürchten lehren.
Bewertung: Musik:9, Klang:9 Repertoire:9 Stereoplay 2/03 Sven Thielmann
Frauen als Bandleader sind rar, rein weibliche Bigbands noch seltener. Diese hier sucht wohl ihres gleichen- und nimmt es mit der männlichen Konkurrenz locker auf. Die Kompositionen der Chefinnen Christina Fuchs und Hazel Leach sind teils preisgekrönt. Die Klangreflexionen über Licht und Schatten, Geburt, Leben und Tod oder Ursprung und Weite des Universums zeigen weder Hektik noch jüngflerische Betulichkeit; die Beiträge der 13 Solistinnen (Gaststar: Trompeterin Ingrid Jensen) sind lehrbuchreif. Audio Live 2/03 Peter Steder
...Die Kompositionen auf "Virgo Supercluster" klingen neu und herausfordernd. Gleichzeitig bleibt der authentische Big Band Sound erhalten dank des hervoragenden Zusammenspiels und der vielen Improvisationen. Unbedingt zu empfehlen! Vrouw en Muziek NieuwsBrief, 1/03 Clara de Mik
Das ist nun das dritte Album des aussergewöhnlichen United Women's
Orchestra aus Köln in Deutschland und wie zuvor auch, ist die Beschreibung
der innewohnenden Musik die grösste Herausforderung an den Rezensenten.
Versuchte man den Inhalt auf ein einziges Wort zu reduzieren, könnte
dieses vielleicht 'abenteuerlich' lauten, aber auch 'horizonterweiternd',
'fesselnd' oder 'leidenschaftlich' würden sicherlich zutreffen.
Maria Schneider, selbst eine beeindruckende Arrangeurin/Komponistin,
fasst in den linernotes ihre Gedanken folgendermassen zusammen: (Die Co-Leaderinnen)
Hazel Leach und Christina Fuchs haben spannende, neue Kompositionen von
komplexer Schönheit vorgelegt, die zudem von charismatischen Spielerinnen
interpretiert werden." All About
Jazz (web magazine) 1/03 Jack Bowers
Das United Women's Orchestra leistet sich mit Hazel Leach und Christina Fuchs den seltenen Luxus zweier "hauseigener" Komponistinnen und Arrangeurinnen. Orientiert sich Leach eher an der Schule von Duke Ellington, wobei sie auch mit ansatzweise folkloristischen Elementen arbeitet, gestaltet Fuchs eine- zum teil an Kenny Wheeler erinnende- Bilderwelt, deren transparante bis abstrakte Strukturen direkt aufs Gefühlszentrum zielen. So unterschiedlich ihre Stile auch sind, es gelingt ihnen, sie vom Sound her in eine gemeinsame Form zu fassen. Die Stärke der Band liegt in der Erzeugung und Übertragung musikalischer Energie, auch wenn das solide Spiel von Schlagzeugerin Carolina Bigge bis zum musikalisch wie dynamisch vielschichtigen Höhepunkt der CD - Fuchs' "Lost One" - den Bigband-erforderlichen Kawumm lange vermissen lässt. .. Uneingeschränkt besticht Pianistin Julia Hülsmann sowohl als Sidewoman wie als Solistin mit ihrem klaren, eleganten Spiel, das über Maßstäbe bloßer Virtuosität weit hinausteicht. Céline Rudolph schafft mit ihrer sensiblen Vokalarbeit in Fuchs' Konzept Räume höchster Intimität. Einen Glücksgriff tat die Band mit der Einladung der kanadischen Blechbläserin Ingrid Jensen, die als Gastsolistin die "Cluster" ebenso inspiriert wie versiert durchpustet. Stadtrevue Köln 1/03 Volker M. Laprich
Die Originalität einer Big Band hängt entscheidend von den Arrangements ab. Hazel Leach und Christina Fuchs haben fürs United Women's Orchestra (UWO) eine je eigene Handschrift aus der Lektüre des modernen Jazz entwickelt. "Shadow and Light" etwa bewegt sich in Gegensätzen von swing und groove, in die Annemarie Roelofs mit der Posaune elegante Linie und Multiphonics einflicht. Zum Rubato der Drums strebt Startrompeterin Ingrid Jensen mit gedämpftem Timbre in helle Höhen. Doch auch galaktische Welten erkunden die Jazzerinnen in "The Virgo Supercluster Suite", eine Szenario, das Silke Eberhard mit knurrende Bassklarinette abtastet. Farbenreiche Orchestersätze und brilliante Soli sind die UWO-Signaturen dieses exzellenten Albums. Hans Dieter Grünefeld, Music Manual.Winter 2002/03*****
....Ich muss wirklich sagen, dass diese neue CD, die, wie ich glaube,
teilweise etwas zugänglicher ist als die letzte, eine meiner Lieblingsveröffentlichungen
diesen Jahres sein wird. Wie auch zuvor stossen die Eigenkompositionen
an ihre Grenzen, erzeugen gleichzeitig aber einige aussergewöhnlich
schöne Momente, genauso wie traditionelle "swing" Intermezzi.... Investieren
Sie den Aufwand, diese CD zu finden, Sie werden durch das Hörerlebnis
belohnt.
Die Trompeterin Ingrid Jensen ist als Gastsolistin auf mehreren Tracks
zu hören, ein nicht unbeträchtlicher Bonus. Maria Schneider ist
eine namhafte Verfechterin dieses Orchesters und diejenigen unter Ihnen,
die Ihre ausserordentlichen Einspielungen erworben haben, werden mit diesem
Projekt mehr als zufrieden sein.
Ich muss noch zwei ganz besondere, weil unverhoffte Features der CD
erwähnen:
ersteres ist die grossartige Stimme von Céline Rudolph- sowohl instrumental
in den Sections oder auch wenn sie vermittels Lyrics eine ätherische
Hommage über die Erhabenheit des Universums singt. Ich habe wirklich
keine Worte dafür, aber was ich zum Ausdruck bringen will, ist, dass
dieses spezielle Interlude Teil eines grösseren, wundervollen Musikerlebnis
wird, das von jedermann entweder oberflächlich genossen werden kann,
oder aber auf einer intellektuellen Ebene, wer denn so möchte.
Das zweite Phänomen dieser CD ist "Sweet for Evie". Diese Komposition
von Co-Leaderin Hazel Leach ist eine Anerkennung für eine ganz besondere
Frau in Ellingtonís Leben. Duke wäre über diese Hochachtung entzückt
gewesen, vielleicht hätte er es am liebsten selber geschrieben. Wie
dem auch sei, das Stück ist atemberaubend schön und sofort als
Ellington-Tribut als solches erkennbar. Aus meiner Sicht könnte dies
ein Klassiker werden unter vielen hervorragenden Eigenkompositionen, es
hat "Standard"-Qualitäten. Ich bezweifle jedoch, dass irgendjemand
anderes es mit demselben feeling spielen könnte ? leider. John
Killoch.
Mainly Bigbands
11/02
...Zwanzig Frauen wie ein Gedicht...Sie sind so gut, dass manch männliches
Selbstbewusstsein ins Taumeln kommen wird. Die komplexen Partituren stammen
aus den Federn der Komponistinnen Hazel Leach und Christina Fuchs vom Saxofonsatz.
Natürlich haben diese Frauen nicht den Jazz erfunden, aber sie
haben ihm eine besondere Distinktion verliehen. Das Orchester klingt nicht
"fraulich". Stattdessen: Gil Evans was here! Und: They like it
hot!...Trostlosen Traditionalismus à la Herbolzheimer wird man
hier nicht finden, ebenso wenig wie die Erleichterungsorgien des Globe
Unity Orchestra.
Wer die interdisziplinäre Aura dieses Orchesters erfassen will,
sollte sich den Essays Sounding: The Full Circle des amerikanischen
Geigers Malcolm Goldstein zuwenden. Dort lesen wir: "Menschen, die Musik
machen. Zuallererst, Menschen, die etwas tun. Improvisation als soziales
Gewebe von Menschen, die innerhalb eines Kontexts fokussiert sind; nicht
ein Stück Musik, sondern das Ganze unseres lebenden Wesens. Ein dynamischer
Prozess; jeder Individuum entfaltet sich, der Atem dehnt sich zu Gesten
des Klang-Werdens aus." Die Zeit Nov 02 Michael Naura.